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Podiumsdiskussion der Universität Salzburg, 28. Oktober 2014, 19.00 Uhr:“Zwischen den Stühlen? Die Herausforderung an Medien und Journalismus im Salzburger Streit um Bettelei“

Die Universität Salzburg, Fachbereich Kommunikationswissenschaften lädt am Dienstag, 28. Oktober 2014, 19 Uhr zu einer Podiumsdiskussion anlässlich der aktuellen Bettlerdiskussion ein mit dem Titel „Zwischen allen Stühlen? Die Herausforderungen an Medien und Journalismus im Salzburger Streit um Bettelei“.

Wo? Fachbereich Kommunikationswissenschaft der Universität Salzburg, Rudolfskai 42, HS 381

TeilnehmerInnen:
Sylvia Wörgetter (SN, Lokalchefin)
Eva Schmidhuber (RadioFabrik, Chefredakteurin)
Raim Schobesberger (Verein Phurdu, Sprecher)
Sonja Wenger (Salzburger Fenster, Redakteurin)
Cornelia Krebs (ORF, Redakteurin für Ö1 "Journal- Panorama") (angefragt)
Robert Redtenbacher (Salzburg Krone, Leiter des Politikressorts) (angefragt)

Moderation: Elisabeth Klaus, Fachbereich Kommunikationswissenschaft, Leiterin der Abteilung Medientheorien und Öffentlichkeiten

Wissenschaftliche Inputs: Ricarda Drüeke, Martina Thiele

Hintergrundinfo der Universität Salzburg
Die Diskussion über Ursachen, Folgen und Konsequenzen von Bettelei und Armutsdiskussion bewegt in Salzburg viele Menschen.
Medien und Journalismus kommt in solch einer erhitzten Debatte die schwierige Aufgabe zu, vielfältige Informationen zu liefern, damit Stereotypen und Vorurteile aufzubrechen und die unterschiedlichen Pole im Meinungsstreit abzubilden. Ihre Berichterstattung schafft die Voraussetzungen für einen demokratischen Meinungsbildungsprozess, in dem gegensätzliche Positionen ausgetauscht und die verschiedenen Interessen artikuliert und im Hinblick auf ihre Legitimität geprüft werden können.
Die Kommunikations- und Medienwissenschaft beobachtet solche öffentlichen Konflikte und untersucht die Rolle von Medien darin. Zu den Themen Armutsmigration, gesellschaftliche Ausgrenzungsprozesse sowie Stereotypen über Bettler und Bettlerinnen liegen eine Reihe neuerer Studien vor.
Wir wollen auf der Basis dieser Ergebnisse mit Journalisten und Journalistinnen über die Herausforderungen diskutieren, in der polarisierten Debatte über Bettelei ihrer Verantwortung gerecht zu werden. Nach welchen Prinzipien erfolgt die Berichterstattung? Welche Reaktionen erhalten Redaktionen darauf? Wie gehen sie mit Menschen verachtenden oder Hass erfüllten Äußerungen um? Sind die politischen Parteien und Interessengruppen verlässliche Informationsgeber oder fühlen Journalisten und Redakteurinnen sich durch diese manipuliert und unter Druck gesetzt? Welche Möglichkeiten gibt es, die Debatte aktiv durch selbst recherchierte Berichte zu befruchten?